Der Mistral pustet noch immer heftig und so lassen wir den Strand links liegen und fahren endlich mal nach St. Rémy de Provence. Ein Ort den wir nur vom Durchfahren kennen oder weil er wegen irgendeines Festes gesperrt ist.

Natürlich müssen wir erst mal Richtung Arles und von da aus den Üblichen Weg vorbei an der Abbaye de Montmajour, die von dieser Seite aus beeindruckend aussieht.

Und endlich schaffe ist auch mal diesen Reiter im Bild festzuhalten. Seit Jahren frage ich mich wer oder was er darstellt, ist es vielleicht sogar eine Frau?

Nein weit gefehlt. Es handelt sich hierbei um die Montagne des Cordes, hier wurde auch ein Hünengrab gefunden. Der Berg, das Grab und der Reiter sind nicht zugänglich, da es Privatbesitz ist.
Auszug aus dem Buch "La Montagne Sacrée des Cordes"
»Diese Bronzestatue ist Herakles, der prototypische Held, Reiter 'de la vita y de la muerte', der an die Reise des griechischen Helden in der Provence erinnert. Der bronzene Reiter trotzt in der nostalgischen Erinnerung an die Höllenfeuer dem Vergessen: diesen Künstlern des Lebens. "

Und nachdem wir Fontvieille passiert haben, kommen wir nach les Baux de Provence.

Wir fahren aber nicht über den Berg von Les Baux sondern über den Berg auf der gegenüberliegenden Seite und können so die Ruine und das Dorf überblicken..

Die Farben kriegt nur der Mistral so hin!

Wir kommen nach St. Rémy de Provence und nachdem wir einen Parkplatz gefunden haben, machen wir uns auf den Weg um den Ort zu erkunden.

Wie überall ist es in den Seitenstraßen schön ruhig.

Nostradamus wurde am 14. Dezember 1503 in St. Rémy geboren, in Salon de Provence wo er gestorben ist, waren wir ja letztes Jahr.

Ach ja und der war natürlich auch hier, Vincent van Gogh, der in den Jahren 1889/90 in der Psychiatrischen Klinik des örtlichen Klosters Saint-Paul-de-Mausole behandelt wurde. Hier entstanden eine Reihe von Gemälden unter anderen "Sternennacht"

Hier sind wir schon oft durchgefahren ober eben wegen einer manifestation daran gehindert worden. Ich mag die Straße sehr ohne genau zu wissen warum...

Collégiale Saint-Martin, der Name ist der Gleiche wie der der Kirche in Colmar aber das Aussehen ist völlig anders.

Es war etwas undeutlich zu erkennen in welcher Straße es liegt, aber wir haben es doch gefunden. Das Geburtshaus von Nostradamus.

Es sieht etwas ungepflegt aus.

Hôtel de Sade, ehemaliges Wohnhaus, jetzt Museum mit Stücken aus der Ausgrabungsstätte "Glanum"

Ich finde dass der Ort wirklich seinen ursprünglichen provençalischen Charakter bewahrt hat. Obwohl es hier vor Touristen wimmelt, gibt es ruhige ecken und kaum moderne Bauten.

Das Büro eines Immobilienmaklers, aber hübsch bemalt...

Hier sieht man, dass tatsächlich viele Leute unterwegs sind, wie immer nur auf den "Flaniermeilen"

Ich liebe Savon de Marseille, man bekommt damit alle Flecken weg, unglaublich!

Schade, dieses Tromp d'œil ist schon sehr verblasst.

Selbst ohne dieses, scheinbar selbstgebasteltes, "Gitter" käme da niemand rein oder raus...

Damit ist unser Rundgang in St. Rémy de Provence schon wieder beendet, aber es ist wirklich ein hübscher Ort. Eigentlich würde ich immer gerne länger verweilen, in einem Straßencafé sitzen, eine Limonade trinken und die Atmosphäre auf mich wirken lassen, Leute beobachten, das Leben genießen...

Wir beschließen noch an der Moulin de Daudet Halt zu machen und auf dem Spielplatz zu picknicken.

Eigenartigerweise ist es hier bewölkt

Die Mühle ist wieder geöffnet und Dominique möchte auch gerne mal rauf. Es ist zwar eigentlich ein bisschen teuer aber mit Pascal war ich ja schließlich auch schon mal oben...

Von hier oben ist die Aussicht natürlich toll, aber leider nur in diese eine Richtung, da es das einzige Fenster ist.

Die ist natürlich nicht echt, aber eine schöne Idee. Beim letzten Mal als ich hier oben war, es ist allerdings auch schon sicherlich 10 Jahre her, gab es gar nichts zu sehen.

Auf der anderen Seite gibt es noch eine Mühle, aber da klettern wir nun nicht hinauf.

Wie fahren wieder nach Hause und dann gehen wir in die Stadt und essen bei Freunden, denn genau so werden wir dort immer begrüßt... Großes Hallo und bisous

Ich liebe es hier zu sitzen und diese Aussicht zu haben!

Die Männer essen Muscheln und Dominique kämpft darum etwas von der Soße abzubekommen.

Ich esse eine Fischsuppe und die ist so mächtig... aber so so lecker!!

Pascal hat die Cuisses de canette

Ich das Gardianne

Tchin!

Dessert!!

Und zum Glück können wir dann zu Fuß nach Hause gehen, denn nach Aperitif und Wein zum Essen, ist das schon besser...